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28.02.2023: Santa Cruz de Tenerife - Playa de Las Teresitas
Wir schlafen gemütlich aus und laufen nach dem Frühstück gegen 11 Uhr zur Bushaltestelle hoch. Heute fahren wir mit dem Bus 102 nach Santa Cruz de Tenerife. Das Wetter ist heute sehr diesig, eine hohe Luftfeuchtigkeit liegt in der Luft. Den Teide können wir aber erkennen. Auf den Bus müssen wir nicht lange warten und 25 Minuten später kommen wir am Intercambiador in Santa Cruz an. Direkt nebenan liegt das berühmte Auditorio de Tenerife - eine Kongress- und Konzerthalle, die vom spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen wurde und als Wahrzeichen der Hauptstadt der Insel Teneriffa angesehen wird. Der ursprünglich auf 30 Millionen Euro veranschlagte Bau kostete bis zur Fertigstellung 72 Millionen Euro. Am 26. September 2003 fand die feierliche Eröffnung des Gebäudes in Anwesenheit von Königin Sofia und Kronprinz Felipe statt.
Der 60 Meter breite Sockel schwingt sich sichelförmig bis 57 Meter hoch und endet nach etwa 100 Metern in einer Spitze über dem hauben- oder muschelförmigen Dach des Gebäudes. Die Außenhaut des Gebäudes ist mit Trencadís verkleidet. Die Millionen Bruchstücke weißer Kacheln verleihen dem Gebäude seine strahlende Wirkung und sind eine Referenz auf den katalanischen Architekten Antonio Gaudi, der diese Technik beispielsweise im Park Güell verwendet hatte. Im Inneren des Gebäudes befinden sich zwei Veranstaltungssäle, welche sich ein Foyer teilen. Der große Saal bietet 1658 Zuschauern Platz, während der kleine Saal für 428 Besucher vorgesehen ist.
Auf dieser Seite der Insel bläst uns eine kräftige Brise ins Gesicht und der Himmel ist strahlend Blau und die Luft ist ganz klar - ganz anders, als auf unserer Seite der Insel in Santa Ursula. Ich habe ein wenig Muffen, die Drohne im Wind steigen zu lassen und lasse sie auch nicht von mir wegfliegen, sondern nur etwa 30 Meter über mir steigen. Von dort mache ich dann Panoramafotos und ein paar Videos ... mehr traue ich mich nicht, denn direkt neben dem großen Platz ist eine vielbefahrene Hauptstraße, auf der anderen Seite das Meer.
Santa Cruz de Tenerife - 360° Panorama
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Anschließend laufen wir am sehr schön angelegten Parque Marítimo César Manrique vorbei zum Palmetum. Dieser künstlich angelegte Palmengarten auf dem Hügel soll sehr schön sein, aber 6 EURO Eintritt pro Person sind uns zu teuer. Viele der Pflanzen kennen wir bereits aus Südamerika und da sehen wir sie in der Natur. Wir beschließen uns stattdessen Teile der alten Innenstadt von Santa Cruz anzuschauen und machen auf dem Weg dahin noch einmal einen Stopp beim Auditorio. Helen bemerkt einen Mann, der direkt hinter ihr ganz dicht läuft. Sie dreht sich um und das Außenfach am Rucksack ist auf! Die Reißverschlussbänder hatten wir extra miteinander verknotet, aber er muss das irgendwie aufbekommen haben. Eine Frau zeigt mit dem Finger auf den Boden ... da liegt unser Reiseführer! Das ganze ging so schnell ... wir haben keine Ahnung, ob die Frau zu dem Mann gehört und das Buch kurz vor Helens Umdrehen fallen lies, aber jetzt sind wir gewarnt und extra vorsichtig. Helen schnallt sich den Rucksack vor die Brust, zum Glück ist nichts abhanden gekommen.
Ich bekomme von dem ganzen gar nichts mit, denn ich will von draußen noch ein paar Bilder mit der normalen Kamera von dem Auditorio machen und bemerke, dass die Türen ins Innere des Auditorios jetzt offen sind. Unten gibt es ein Foyer mit einem Café, dass aber geschlossen ist. Kann man in den Konzertsaal gucken? Wir gehen mal schauen und aus einer Seitentür kommt ein älteres Paar raus, die sich gerade den Saal angeschaut haben. Eigentlich ist der Bereich mit einem Blauen Band abgesperrt, aber die Tür ist auf ... das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Wow! Der großen Konzertsaal sieht von drinnen beeindruckend aus. Während ich ganz nach oben laufe, um Panoramafotos vom Saal zu machen, geht Helen einfach auf die Bühne und wirft einen Blick in zwei Räume mit Musikinstrumenten. Wir sind bestimmt 10 Minuten im Saal bis der Sicherheitsmann kommt. Er ist gar nicht begeistert von uns und wirft uns mit mahnenden Worten raus. Na ja, dann sollten sie eben keine Seitentüren auflassen, durch die neugierige Touristen einfach mal so durchschlüpfen können!
Am Hafen entlang laufen wir zum Plaza de España. Zwei große Bohrinsel stehen im Fährhafen ... eigenartig! Hans-Uwe erklärt uns später, dass damit Strom aus Diesel für die Insel erzeugt wird. Das große Wasserbecken am Plaza de España ist leer. Überall stehen noch die Absperrungen von den Karnevalsveranstaltungen. Offensichtlich hat man versucht Pflanzen, Blumen und den See vor Pissern zu schützen ... ist nicht ganz gelungen, denn es riecht nach Urin.
Direkt vom Plaza de España geht die Calle del Castillo ab - eine sehr nette Fußgängerzone mit Geschäften und schönen alten Kolonialgebäuden. Über die Puente Serrador erreichen wir den Mercado de Nuestra Señora de África - ein sehr schönes Marktgebäude mit vielen kleinen Ständen. Mit dieser Markthalle wollte sich der Diktator Franco hier in Teneriffa beliebt machen. Er beauftragte damals den Militärkommandanten, General Ricardo Serrador, mit der Konzeption und der Bauaufsicht, und dieser legte auch den Grundstein am 5. August 1942 für die Markthalle. Warum der General die Markthalle nicht im Stile der faschistischen Bauweise errichten ließ, sondern nach dem Vorbild von Festungen kalifornischer Missionare, also im kolonialen Stil, weiß man bis heute noch nicht. Es sollte ein Gebäude sein, das einem amerikanischen Fort ähnlich ist und im Zentrum ein hoher Turm ist, mit einem Platz und zwei überdachten Innenhöfen. Erst viele Jahre später wurde die untere Etage ausgebaut und dann im März 1956 eröffnet. Heute ist dort die Fischhalle und viele Obststände. Am Haupteingang des Marktes steht eine Frauenfigur. Diese ist das Symbol für den Namen des Marktes. Es ist die "Lechera", ein Milchmädchen. Diese Frauen mussten die Milch von den Weiden bei La Laguna, nach Santa Cruz transportieren.
Ab 14 Uhr sind die meisten Geschäfte schon geschlossen und so gehen wir direkt gegenüber zum TEA Tenerife. Das riesige Gebäude ist von draußen ein total hässlicher, grauer Betonklotz. Umso überraschter sind wir vom Inneren! Hier gibt es über zwei Etagen eine sehr schön angelegte Bibliothek, einen Lese- und Studiersaal, ein Museum, ein alternatives Kino und ein sehr nettes Café mit Sofas und kleinen Tischen.
Perfektes Timing für unsere Mittagspause. Das Tagesmenu für 12 EURO sieht super aus, ist uns aber zu viel für unseren kleinen Hunger. Deswegen entscheiden wir uns für belegte Brötchen. Helen nimmt das Hähnchen-Sandwich, ich ein Baguette gefüllt mit Kartoffel-Omelette. Sehr lecker! Dazu gibt es einen Café con Leche und wir entspannen uns auf dem komfortablen Sofa.
Uns reicht dieser Eindruck von Santa Cruz. Wir laufen zurück zum Busbahnhof und nehmen den Bus 910 zum Playa de Las Teresitas. Der knapp zwei Kilometer lange Strand am Atlantik liegt nördlich des Ortes San Andrés und 9 km von der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife entfernt. Auf den ursprünglichen schwarzen Sand vulkanischer Herkunft wurde 1973 gelber Sahara Sand aufgeschüttet. Ein etwa 1000 Meter langer Wellenbrecher schützt vor Erosion. Nördlich des Strands schließt sich das Anaga-Gebirge an. Die Busfahrt kostet uns nur 75 Cent pro Person und dauert etwa 15 Minuten vom Santa Cruz Intercambiador.
Am Strand stehen viele Wohnmbile und es gibt ausreichend Parkplätze für PKWs. Alles kostenlos inklusive Umkleidekabinen und Frischwasser-Duschen. Der Sand sieht super aus und Palmen spenden schönen Schatten. Wir haben unsere Badesachen dabei und wollten hier eigentlich ins Wasser springen, aber nach unserem Diebstahlversuch sind wir vorsichtig. Wir haben Kamera und Drohne dabei und müssten getrennt ins Wasser ... das machen wir vielleicht ein anderes Mal, wenn wir nichts dabei haben.
Während Helen sich über Busverbindung zum Anaga Gebirge informiert, lasse ich die Drohne steigen. Der Wind hält sich in Grenzen. Nach 5 Minuten kommt aber einer der Lebensretter vorbei und sagt, ich dürfte die Drohne hier nicht steigen lassen. Also hole ich sie wieder runter. Ein junger Spanier kommt vorbei und erklärt mir auf Englisch, dass man hier eine Drohne unter 250 Gramm durchaus steigen lassen darf. Er hat seine hier auch schon mehrfach gestartet. Ich will aber keinen Ärger haben und gehe deswegen bis zum Ende des Strands, wo die ganzen Womos parken und lasse sie da noch einmal hoch.
Playa de Las Teresitas - 360° Panorama
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Gegen 17.20 Uhr nehmen wir den Bus wieder zurück nach Santa Cruz und bekommen dort direkt auch wieder den 102er, um nach Hause zu kommen. Lidl ist hier noch bis 22 Uhr geöffnet und wir kaufen uns Raviolis und eine Tomatensoße fürs Abendessen. Kurz vor der Dunkelheit sind wir im Haus und total kaputt. Schnell eine heiße Dusche, Abendbrot und anschließend verbringen wir einen entspannten Abend.
01.03.2023: Puerto de la Cruz
Für heute haben wir uns nichts vorgenommen. Es ist Hans-Uwes und Maria Luisas letzter Tag zuhause. Sie fahren morgen mit der Fähre nach Spanien und verbringen dann einen 3-wöchigen Urlaub in Portugal an der Agave. Beide erklären uns alles, was wir wissen müssen. Waschmaschine, Spülmaschine, Fensterrolladen usw. Mittags fahren wir dann runter nach Puerto de la Cruz. Wir laden die beiden zu einem Mittagessen ein. Hier gibt es überall Deutsche Küche für wenig Geld und man kann draußen sitzen, denn Zuly ist mit dabei. Jägerschnitzel, Nürnberger Bratwürste und Sülze mit Pommes und Salat sind lecker. Anschließend gehen wir noch in den Coviran Supermarkt um die Ecke. Hier findet man sogar importierte Ware von Edeka und einen ganz tollen Bäcker. Wir decken uns mit Suppen, Alpin Müsli, Schokolade und sogar OXO Cubes aus England ein, gefolgt von 6 Kuchenstücken beim Bäcker.
Nach dem Kaffee und Kuchen setzen wir uns hin und machen einen Plan für die nächsten Tage. Gar nicht so einfach, denn die Busse in das Anaga Gebirge fahren nur ein oder zweimal am Tag. Nach zwei Stunden raucht uns der Kopf!
02.03.2023: San Cristóbal de La Laguna - Anaga Gebirge
Hans-Uwe und Maria Luisa kommen pünklich aus dem Haus. Ihre Fähre von Santa Cruz geht um 11.30 Uhr und sie müssen eine Stunde vorher am Hafen sein. Wir verlassen das Haus 20 Minuten nach ihnen und nehmen um 10.30 Uhr den 120er Bus nach San Cristóbal de La Laguna. Die schöne Altstadt La Lagunas liegt auf einer Höhe von etwa 550 m über dem Meeresspiegel und die Temperaturen sind durchschnittlich um 4 Grad kühler als im benachbarten Santa Cruz de Tenerife unten an der Küste.
Nur wenige Jahre, nachdem Kolumbus auf der Suche nach Indien an den Kanaren vorbei kam, wurde 1496 von Adelantado Alonso Pérez de Lugo die Kolonialstadt La Laguna auf Teneriffa gegründet. Geschützt vom Anaga-Gebirge und den Bergen des Esperanza-Waldes, war dies die erste Kolonialstadt Europas ohne Stadtmauer. Bis ins 19. Jahrhundert war San Cristóbal de La Laguna die Hauptstadt von Teneriffa und somit auch geistiges und politisches Zentrum. So wurde dort im 17. Jahrhundert die erste Universität der Kanaren gegründet. Bis heute ist La Laguna eine Universitätsstadt.
Zwischen farbenfrohen Fassaden von herrschaftlichen Stadtvillen pulsiert das Leben in kleinen Geschäften und Cafés auf den beiden Fußgängerstraßen Calle Obispo Rey Redondo und Calle Herradores. Das Wetter ist hervorragend und so schlendern wir ganz gemütlich an den vielen schönen Gebäuden vorbei und gönnen uns anschließend in einem kleinen Café einen Snack - getoastete Brötchen mit Omelette und Huhn, dazu dieses Mal einen sehr leckeren Cappuccino.
Frisch gestärkt laufen wir zum Busbahnhof zurück und nehmen den 275 Bus rauf ins Anaga-Gebirge. Die Straße ist eng und schlengelt sich in scharfen Kurven immer weiter nach oben. Dieses Mal sitzen wir in einem kleineren Bus, der keine Probleme mit dem Gegenverkehr hat. Hunderte von Mietwagen sind heute hier unterwegs, um die spektakulären Aussichten vom Anaga Gebirge auf Santa Cruz, La Laguna und eventuell auch den Teide zu sehen.
Inzwischen ist es aber wolkig geworden. Wir steigen an der Anzweigung zum Pico del Inglés aus und laufen einen Kilometer. Kurz vor dem Aussichtspunkt geht links eine sehr enge, geteerte Straße durch einen oben offenen Gebirgskanal mit senkrechten Wänden ab. Hier lasse ich zum ersten Mal die Drohne steigen. Am eigentlichen Pico del Inglés sind dann ein paar Minuten später nicht allzu viele Besucher, deswegen lasse ich auch dort noch einmal die Drohne hoch und mache ein paar sehr schöne Panorama-Fotos. Leider ist vom Teide nichts zu sehen, aber die dunklen Wolken, die sich rasant am Himmel bewegen, haben auch etwas. Von hier oben können wir auch ganz weit unten an der Küste das Auditorio in Santa Cruz erkennen.
Pico del Inglés - 360° Panorama
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Anschließend laufen wir zum Cruz del Carmen. Hier ist der große Parkplatz mit Autos voll und die Menschenmassen sind auf dem kleinen Wanderweg (Sendero de los Sentidos) unterwegs. Der angelegte Wanderweg führt durch einen idyllischen Lorbeerwald und weiter zu ein paar Aussichtsplattformen. Der Boden ist hier oben aber feucht und man kann ganz leicht ausrutschen. Wir machen nach 500 Meter eine 180 Grad Drehung ... uns ist es zu voll hier!
Dafür geht es dann anschließend erneut mit dem 275 Bus tiefer in das Anaga Gebirge hinein zu den kleinen Orten Las Carboneras und Taborno. Wir steigen nicht einmal aus, sondern schauen uns in aller Ruhe die Landschaft aus dem Busfenster an - wir haben die Premiumsitze ganz vorne! Die Busse fahren leider nicht sehr häufig hier im Anaga Gebirge, man muss also die Zeiten gut abpassen. Der 275er fährt nur 4 Mal am Tag. Steigt man aus, dann muss man mehrere Stunden warten. Pünklich sind sie auch nicht wirklich!
Eigentlich kann man vom Cruz del Carmen auf vielen Wanderwegen steil hinunter zur Westküste laufen. Das sind etwa 13 bis 15km und es geht ganz schön auf die Knie! An manchen Stellen ist es so steil, dass Stufen in den Weg gehauen sind. Die sind aber glatt! Wir sehen aus dem Bus (während unserer Oma-Tour!!!), dass die meisten Wanderer total matschiges Schuhwerk anhaben. Helen hat nicht einmal Wanderschuhe - geschweigedenn Stöcke - mit ... ob wir so überhaupt eine längere Wanderung hier machen werden??? Schaun wir mal!
Zum Glück fahren die meisten Autos nur bis zum Cruz del Carmen. Wir bewundern unsere Busfahrerin! Wie die in aller Ruhe den langen Bus (dieses Mal sitzen wir in einem großen) auf der sehr engen Straße um die vielen Kurven bringt ... alle Achtung! Mit dem Mietwagen wäre das hier auch kein Zuckerschlecken, denn man kann nicht einmal um die nächste Kurve gucken! Der wenige Gegenverkehr, den wir hier oben haben, muss dem Bus ausweichen ... da hilft nur der Rückwärtsgang!
Gegen 18 Uhr sind wir zurück in Santa Ursula. Praktisch, dass der Lidl Supermarkt auf unserem Weg nach Hause liegt. Wir können somit immer frisch einkaufen gehen und holen uns für morgen schon einmal ein paar Spinat- und Tomaten-Käse-Taschen und ein paar leckere Brötchen für das heutige Abendessen. Richtig kochen haben wir keine Lust zu, entweder gibt es was aus der Dose oder Mikrowelle oder eben einfach nur Brot mit Aufschnitt.
Nach dem Abendessen planen wir die Busroute für den nächsten Tag und schauen uns dann anschließend zur Entspannung die Let's Dance Tänze vom letzten Freitag an. Dazu hatten wir bis dato noch gar keine Zeit.
03.03.2023: Candelaria - Los Cristianos - Costa Adeje - Los Gigantes
Wir stehen um 8.30 Uhr auf, packen unsere Taschen und verlassen das Haus ohne Frühstück. Die Wettervorhersage für heute sagt Regen für den Nachmittag voraus, also beschließen wir, die Insel mit dem Bus zu umrunden, in der Hoffnung besseres Wetter im Süden zu finden. Heute nutzen wir die 10-Euro-Tageskarte, da die jeweiligen Streckenbeträge für die Busse weitaus mehr kosten würden.
In Santa Cruz steigen wir in den Küstenbus 111 um, der uns nach Candelaria bringt. Es ist der bedeutendste katholische Wallfahrtsort der Kanaren. In der Basílica de Nuestra Señora de la Candelaria wird die Figur der Schutzheiligen der Kanaren, die Virgen de la Candelaria verehrt. Die Figur soll 100 Jahre vor Ankunft der Spanier von zwei Guanchen am Strand gefunden worden sein, wurde jedoch 1826 von einer Sturmflut aus der Kapelle fortgerissen, in der sie aufbewahrt wurde. Die heutige Figur wurde 1830 nach einer älteren Kopie erstellt. Wallfahrten finden vor allem am 2. Februar und am 14. und 15. August statt.
Basílica de Nuestra Señora de la Candelaria - 360° Panorama
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Nach der Besichtigung der Basilika stapfen wir wieder zur Autobahn hoch und bekommen direkt den nächsten 111er Bus, der uns in den Süden der Insel bringt. Wir steigen in Los Cristianos aus, einem der wichtigsten Touristen-Hotspots der Insel und laufen zum
Playa de Los Cristianos runter. Weiße Sandstrände locken an der Südküste der Insel Millionen von Touristen aus aller Welt an. Souvenirshops, Restaurants, Bars und Hotels liegen direkt an der Strandpromenade, die Los Cristianos mit dem Playa de las Américas und Costa Adeje verbindet. Diese drei Orte verschmelzen miteinander und niemand scheint zu wissen, wo der eine aufhört und der nächste beginnt!
Playa de Los Cristianos - 360° Panorama
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Wir spazieren die lange Promenade (fast 8km!) entlang ... von einem Strand zum nächsten. Es ist extrem heiß und es gibt kaum Schatten. So richtig genießen können wir diesen Teil der Insel nicht. Übergewichtige, verbrannte und laute Touristen, die schon am späten Vormittag den ein oder anderen intus haben ... das ist nicht unsere Welt! Bei der ersten Möglichkeit machen wir einen kleinen Abstecher von den Stränden weg, um einen Blick auf das Cleopatra Palace Hotel zu werfen. Während ich die Drohne zwischen den Hotelburgen steigen lasse, kauft uns Helen ein Eis! Hinsetzen, Eis schlecken, Abkühlen ... Ruhe!
Mare Nostrum Resort - 360° Panorama
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Bis zum kleinen Hafen, Puerto Colón, ist es uns zuweit! Stattdessen besteigen wir beim nächsten Busbahnhof den 473er Bus und fahren weiter die Küste entlang nach Los Gigantes. Vom kleinen Yachthafen aus hat man einen sehr schönen Blick auf die steilen, senkrechten Felsen, die nicht ohne Grund Los Gigantes genannt werden. Wir hatten sie vor etwas mehr als einer Woche schon vom Leuchtturm am Punta de Teno aus gesehen. Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Wir finden ihn aber deutlich besser als die Küstenorte rund um die Costa Adeje. Es ist ruhiger und gemütlicher hier und mit deutlich weniger Touristen.
Los Gigantes - 360° Panorama
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Inzwischen ist es später Nachmittag und tatsächlich kommen dunkle Wolken auf. Wir fahren mit dem Bus noch einmal ein paar Stationen zurück nach Puerto de Santiago, um dann dort den 325er Bus in Richtung Puerto de la Cruz zu bekommen.
Puerto de Santiago - 360° Panorama
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Dieser Bus fährt nicht sehr häufig und wir bekommen den vorletzten um 18.30 Uhr. Nach dem Verlassen der Küste geht es steil über Serpentinen hinauf in die Berge. Auf dem Weg nach oben sehen wir noch, wie die Sonne hinter La Gomera, einer weiteren kanarischen Insel, unterzugeht. Dann wird es schlagartig dunkel und so können wir auf der fast 2-stündigen Fahrt nicht mehr viel sehen. Schade! Und dann fängt es auch noch an zu regnen. Für den Fahrer auf dieser anstrengenden Strecke nicht einfach!
Wir kommen um 20.35 Uhr in Puerto de la Cruz an und 10 Minuten später geht es mit dem nächsten Bus zurück nach Hause. Insgesamt waren wir heute fast 12 Stunden unterwegs und sind entsprechend müde. Außerdem ist es zu spät zum Kochen, also gibt es Brot mit einem kleinen Salat.
04.03.2023: Santa Ursula
Wir gönnen uns heute erneut einen freien Tag. Wir müssen mal wieder ausschlafen und sind kaputt von dem gestrigen Tag. Außerdem spielt der HSV heute um 12 Uhr gegen Nürnberg und gewinnt 3:0! Ich mache am Nachmittag ein paar Drohnenshots von unserem Canyon direkt vor der Haustür - dem Barranca de Hondo.
Barranca de Hondo - 360° Panorama
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Helen kümmert sich um den Haushalt - Wäschewaschen, Staubsaugen, Küche ... muss ja auch mal gemacht werden. Sie geht später auch noch zum Lidl und kauft uns ein paar Brötchen für morgen.
Abends entspannen wir uns dann und gucken Let's Dance. Mannomann, dies ist echt eine sehr gute Staffel mit vielen gleichwertigen Promis. Das wird spannend! Noch kann man nicht vorhersehen, wer es unter die letzten Drei schaffen wird. Nebenbei lassen wir auch Heidenheim gegen Darmstadt laufen und die Heimmannschaft erzielt kurz vor Schluss das 1 zu Null. Jetzt sind die drei Top-Teams nur noch 3 Punkte auseinander. Auch das wird noch eine ganz spannende Saison.
05.03.2023: Chamorga - Lomo de las Bodegas - Mirador Bailadero - Mirador Risco Amogoje - Taganana - Playa del Roque de las Bodegas - Almáciga
Heute morgen mussten wir schon wieder sehr früh raus. Ohne Frühstück machen wir uns bereits um 8.30 Uhr zur Bushaltestelle auf. Mit dem 102er geht es erneut nach Santa Cruz und dann weiter mit dem 947 nach Chamorga. Dieser Bus fährt nur am Wochenende um 10.15 Uhr. In der Woche nur um 5.10 Uhr (gar nicht unsere Zeit) und nachmittags um 15 Uhr und 18.00, was natürlich viel zu spät ist, um oben im Anaga Gebirge noch was zu sehen. Die Fahrt bis Chamorga dauert 80 Minuten. Der kleine Titsa Bus schraubt sich die vielen engen Kurven von San Andrés bis zum Mirador Bailadero hoch. Wir genießen die tollen Ausblicke!
In Chamorga haben wir nur 5 Minuten Zeit für ein paar Fotos, denn wir wollen den selben Bus gleich wieder zurück zum Mirador Bailadero nehmen. Der nächste würde ja erst wieder am Nachmittag kommen. Am Mirador Bailadero gibt es einen tollen Blick auf beiden Seiten. Auf der einen Seite geht es runter nach San Andrés (die Strecke, die wir gerade mit dem Bus gefahren sind), auf der anderen Seite können wir runter nach Taganana und bis zum Meer schauen. Über uns hängen zwar ein paar Wolken, aber unten scheint die Sonne.
Mirador Bailadero - 360° Panorama
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Ich lasse kurz die Drohne steigen und dann nehmen wir den TF-4 Wanderweg runter zum Mirador Risco Amogoje. Der Pfad ist anfangs sehr steil und rutschig, weiter unten wird es dann aber leichter zu laufen. Rechts und links blühen bunte Blumen und die Blicke ins Tal sind atemberaubend. Wirklich schön! Und bis auf ein anderes Deutsches Paar sehen wir niemanden bis wir zum Mirador kommen.
Taganana - 360° Panorama
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Zwischendrin laufen wir immer mal wieder an der Straße entlang - diese ist zwar etwas länger, aber man muss nicht ständig auf die Füße gucken! Drei Stunden brauchen wir vom Mirador Bailadero bis ganz zur Küste runter nach Almáciga. Am Ende müssen wir uns ein wenig sputen, um den 15.30 Bus (946) in Almáciga noch zu bekommen. Der nächste fährt nämlich erst um 18.10 Uhr und dann wären wir vor 21 Uhr nicht zuhause.
Auf der Rückfahrt nach Santa Cruz können wir kaum die Augen aufhalten. Wir sind müde von der Wanderung! Aber der heutige Tag hat sich echt gelohnt. Tolle Aussichten bei schönstem Wetter! Leider kommt der 946er in Santa Cruz mit Verspätung an und so verpassen wir den 108er. Dafür fährt der 103er. Dieser stoppt aber nicht in La Quinta, sondern nur in El Canario. Trotzdem nehmen wir ihn in der Hoffnung, dann später den 30er zu bekommen. Auf den 102er hätten wir in Santa Cruz 40 Minuten warten müssen. Am Ende wäre das aber egal gewesen, den in El Canario müssen wir 30 Minuten auf den 30iger warten und sowohl der 102er, als auch der 30iger kommen zeitgleich in La Quinta an.
Geschafft schmeißen wir uns in die heiße Dusche und dann gibt es erst einmal einen Cappuccino und ein paar Schokokekse zur Entspannung. Später arbeite ich dann an den vielen Panoramas, die ich heute schon wieder gemacht habe ... Stress! Aber schöner Stress!
06.03.2023: Bajamar - Punta del Hidalgo
Heute schlafen wir mal aus und frühstücken gemütlich. Wir müssen ein paar Dinge erledigen und verlassen dann das Haus gegen 11.30 Uhr. Mit dem 102er geht es nach La Laguna und direkt weiter mit dem 50er nach Bajamar. Wieder einmal eine neue Strecke für uns ins Anaga Gebirge. In Bajamar laufen wir zu einer der berühmten und kostenlosen Naturschwimmbecken (Piscinas Naturales) runter. Diese sind auf der Insel mit Salzwasser gefüllt, dass direkt vom Meer durch die hohen Wellen in die Pools gespült wird. Der Komplex in Bajamar besteht aus zwei grossen Meerwasserbecken und einem kleinen für Kinder, sowie einem Sandstrand.
Helen nimmt im Schatten an der sehr schön angelegten Promenade auf einer Bank Platz und isst ihre gerade gekaufte Vanilleschnitte. Ich lasse die Drohne steigen. Ab und zu schlagen die Wellen direkt an der Mauer des Naturbeckens an und das Wasser spritzt Meterhoch in das Becken. Das sieht nicht nur spektakulär aus, sondern macht den Schwimmenden auch Spaß, denn hier können sie sicher baden und trotzdem einen Wellengang genießen.
Anschließend laufen wir an der Küstenstraße entlang nach Punta del Hidalgo und bewundern auch hier das Naturschwimmbecken. Hier sind die Wellen nicht ganz so hoch. Nebenan gibt es noch einen sehr schön angelegten Pool beim Hotel Altagay, dieser ist aber nicht kostenlos ... nur für Hotelgäste. Ohne Probleme können wir unten am Wasser ganz bis zum interessanten Leuchtturm laufen. Der Faro de Punta del Hidalgo wurde 1992 vom Architekten Hidalgo Ramiro Rodriguez-Borlado geplant und bereits 1994 in Betrieb genommen. Der aus einer Vielzahl von verschiedenen Quader zusammengesetzte Turm, ist 50 Meter hoch. Die Form erinnert an eine Gruppe aus Basaltsäulen wie sie auf der Insel zum Beispiel im Orotava-Tal vorkommen. Im Inneren des Gebäudes führen 246 Stufen in die vierzehnte und damit höchste Etage. Der Leuchtturm wird automatisch betrieben, lediglich einmal pro Woche wird er zu Wartungszwecken von zwei Technikern besucht.
Punta del Hidalgo - 360° Panorama
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Es ist 15.30 Uhr und wir haben genug für heute. Dieser kleine Abstecher war wieder einmal sehr interessant und hat uns sehr gut gefallen. In beiden Orten ist es angenehm ruhig, hier wimmeln keine Touristen. Wenn man mal richtigen Bade- und Entspannungsurlaub auf der Insel machen will, dann ist das hier genau der richtige Ort. Nur einen großen Sandstrand wird man hier nicht finden, dafür aber viele kleine Fischrestaurants (die Fischer bringen täglich ihren Fang in den kleinen Hafen), tolle Promenaden zu laufen und natürlich diese tollen Naturbecken. Leider hatten wir keine Badesachen dabei ... nächstes Mal!
Unsere Busrückfahrten schließen sich heute reibungslos aneinander an. Der 102er ist aber proppenvoll und wir müssen die ganze Fahrt über im Gang stehen. Auf der Autobahn Richtung Puerto de la Cruz herrscht Stau wegen des großen Verkehrsaufkommens. Hatten wir auch noch nicht! Gegen 17.30 Uhr sind wir wieder in La Quinta und decken uns bei Lidl noch kurz fürs heutige Abendessen und den morgigen Tag ein.